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Kindergeld

Kindergeld gibt es grunds√§tzlich f√ľr alle Kinder bis zum 18. Geburtstag, f√ľr arbeitslose Kinder bis zum vollendeten 21. Lebensjahr sowie bis zum vollendeten 25. Lebensjahr f√ľr Kinder in Ausbildung.

F√ľr das erste und das zweite Kind bekommen Eltern jeweils 192 Euro pro Monat, f√ľr das dritte Kind 198 Euro und f√ľr alle weiteren Kinder 223 Euro. Ab 2018 steigt das Kindergeld jeweils um 2 Euro.

Das Kindergeld wird an die Person ausgezahlt, in deren Obhut sich das Kind befindet. Lebt das Kind mit beiden Eltern zusammen, können diese bestimmen, wer von ihnen das Kindergeld erhalten soll.

Kindergeld muss bei der zuständigen Familienkasse beantragt werden (zum Beispiel bei der Familienkasse Kassel).

Wichtig Bei der Berechnung von BAföG oder Wohngeld wird das Kindergeld nicht als Einkommen angerechnet. Anders ist das, wenn es um Arbeitslosengeld bzw. Sozialgeld geht - hier gilt Kindergeld als Einkommen.
 
Mehr Informationen www.familienkasse.de

Kinderzuschlag

Eltern (auch studierende Eltern) haben Anspruch auf einen Kinderzuschlag f√ľr ihre unverheirateten, unter 25 Jahre alten und in ihrem Haushalt lebenden Kinder, wenn das zu ber√ľcksichtigende Einkommen die so genannte H√∂chsteinkommensgrenze nicht √ľbersteigt. Der maximal m√∂gliche Kinderzuschlag betr√§gt 140 Euro pro Kind. Sie m√ľssen den Antrag bei der √∂rtlich zust√§ndigen Familienkasse zu stellen. F√ľr Kassel und die umliegenden Landkreise ist das die Familienkasse Kassel.
 
Mehr Informationen www.familienkasse.de

Elterngeld

Das Elterngeld ersetzt mindestens 65 Prozent des nach der Geburt des Kindes wegfallenden Netto-Erwerbseinkommens bis maximal 1800 Euro und betr√§gt auch f√ľr nicht erwerbst√§tige Elternteile mindestens 300 Euro.

Elterngeld bekommt nur, wer nicht mehr als 30 Stunden pro Woche arbeitet. Die Eltern haben insgesamt Anspruch auf zw√∂lf Monate Elterngeld. Das Elterngeld wird im Kernzeitraum zw√∂lf Monate lang gezahlt. Zwei zus√§tzliche Partnermonate kommen hinzu, wenn der jeweils andere Elternteil f√ľr zwei Monate nicht mehr als 30 Stunden erwerbst√§tig ist und sich bei einem der beiden Elternteile f√ľr zwei Monate das Erwerbseinkommen vermindert.

Die insgesamt 14 Monate k√∂nnen somit frei zwischen Vater und Mutter aufgeteilt werden, sofern der Zeitraum f√ľr einen Elternteil zw√∂lf Monate nicht √ľbersteigt. Monate, in denen das Mutterschaftsgeld bezogen wird, gelten immer als Bezugsmonate der Mutter. Etwas anderes gilt f√ľr Alleinerziehende. Sie k√∂nnen Elterngeld unter bestimmten Voraussetzungen auch 14 Monate lang erhalten. Nimmt der Vater oder die Mutter die zwei Partnermonate nicht in Anspruch, so wird f√ľr diese zwei Monate kein Elterngeld gezahlt.

Das ‚ÄěMindestelterngeld‚Äú in H√∂he von 300 Euro wird beim Arbeitslosengeld II (Hartz IV), bei der Sozialhilfe und beim Kinderzuschlag als Einkommen angerechnet.

Diejenigen, die Arbeitslosengeld II (Hartz IV), Sozialhilfe oder Kinderzuschlag beziehen und vor der Geburt ihres Kindes erwerbst√§tig waren, erhalten einen Elternfreibetrag. Der Elternfreibetrag entspricht dem Einkommen vor der Geburt, jedoch h√∂chstens 300 Euro. Das hei√üt, bis zu der H√∂he von 300 Euro bleibt das Elterngeld bei den oben aufgef√ľhrten Leistungen anrechnungsfrei.

Bei anderen Sozialleistungen, z. B. Wohngeld und BAf√∂G, ist  das Elterngeld bis zum Mindestbetrag von 300 Euro anrechnungsfrei, unabh√§ngig davon, ob die Elterngeldberechtigten vor der Geburt erwerbst√§tig waren.

Familien mit mehr als einem Kind können einen Geschwisterbonus erhalten. Dieser beträgt 10 Prozent des zustehenden Elterngeldes, mindestens jedoch 75 Euro monatlich. Der Geschwisterbonus steht zu, wenn insgesamt zwei Kinder, die das 3. Lebensjahr, oder insgesamt drei Kinder, die das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, mit im Haushalt der berechtigten Person leben.

Das Elterngeld kann bei gleichem Gesamtbudget auch auf den doppelten Zeitraum (bis zu 28 Monaten) gestreckt werden. Dann werden die halben Monatsbeiträge gezahlt.

Elterngeld m√ľssen Sie schriftlich beantragen und m√∂glichst fr√ľh nach der Geburt Ihres Kindes, denn das Elterngeld wird h√∂chstens drei Monate r√ľckwirkend gezahlt.

F√ľr den Antrag brauchen Sie:               

  • die Geburtsurkunde Ihres Kindes
  • Nachweise zum Erwerbseinkommen vor der Geburt
  • Arbeitszeitbest√§tigung durch den Arbeitgeber bei Teilzeitarbeit im Bezugszeitraum bzw. Erkl√§rung √ľber die Arbeitszeit bei selbstst√§ndiger Arbeit
  • Bescheinigung der Krankenkasse √ľber das Mutterschaftsgeld
  • Bescheinigung √ľber den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld

Mehr Informationen:

Eltern mit Erstwohnsitz in der Stadt Kassel und im Landkreis Kassel stellen ihren Elterngeldantrag beim:
Hessisches Amt f√ľr Versorgung und Soziales Kassel

Betreuungsgeld

Mit dem Betreuungsgeld unterst√ľtzt der Gesetzgeber Familien, die ihren Rechtsanspruch auf fr√ľhkindliche F√∂rderung nach ¬ß24 Abs. SGB VIII nicht oder nicht gleich ab dem vollendeten ersten Lebensjahr geltend machen wollen und ihre Kinder deswegen nicht in einer Kindertagesst√§tte oder Kindertagespflege betreuen lassen.

Das Betreuungsgeld beträgt monatlich 150 Euro, ist steuerfrei und wird unabhängig davon gezahlt, ob die Eltern erwerbstätig sind oder nicht. Bezieher von ALGII, Sozialhilfe oder Kinderzuschlag haben ebenfalls einen Anspruch auf Betreuungsgeld, allerdings wird es bei ihnen mit den sonstigen Leistungen verrechnet.

Betreuungsgeld gibt es längstens 22 Monate, nämlich vom ersten Tag des 15. Lebensmonats an bis maximal zum 36. Lebensmonat des Kindes.