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Elterngeld

F√ľr Geburten seit dem 1. Januar 2007 tritt das Elterngeld an die Stelle des bisherigen Erziehungsgeldes. Es ersetzt mindestens 65 Prozent des nach der Geburt des Kindes wegfallenden Netto-Erwerbseinkommens bis maximal 1800 Euro und betr√§gt auch f√ľr nicht erwerbst√§tige Elternteile mindestens 300 Euro.

Elterngeld erh√§lt nur, wer nicht mehr als 30 Stunden pro Woche arbeitet. Die Eltern haben insgesamt Anspruch auf zw√∂lf Monate Elterngeld. Das Elterngeld wird im Kernzeitraum zw√∂lf Monate lang gezahlt. Zwei zus√§tzliche Partnermonate kommen hinzu, wenn der jeweils andere Elternteil f√ľr zwei Monate nicht mehr als 30 Stunden erwerbst√§tig ist und sich bei einem der beiden Elternteile f√ľr zwei Monate das Erwerbseinkommen vermindert.

Die insgesamt 14 Monate k√∂nnen somit frei zwischen Vater und Mutter aufgeteilt werden, sofern der Zeitraum f√ľr einen Elternteil zw√∂lf Monate nicht √ľbersteigt. Monate, in denen das Mutterschaftsgeld bezogen wird, gelten immer als Bezugsmonate der Mutter. Etwas anderes gilt f√ľr Alleinerziehende. Sie k√∂nnen Elterngeld unter bestimmten Voraussetzungen auch 14 Monate lang erhalten. Nimmt der Vater oder die Mutter die zwei Partnermonate nicht in Anspruch, so wird f√ľr diese zwei Monate kein Elterngeld gezahlt.

Das ‚ÄěMindestelterngeld‚Äú in H√∂he von 300 Euro wird beim Arbeitslosengeld II (Hartz IV), bei der Sozialhilfe und beim Kinderzuschlag als Einkommen angerechnet.

Diejenigen, die Arbeitslosengeld II (Hartz IV), Sozialhilfe oder Kinderzuschlag beziehen und vor der Geburt ihres Kindes erwerbst√§tig waren, erhalten einen Elternfreibetrag. Der Elternfreibetrag entspricht dem Einkommen vor der Geburt, jedoch h√∂chstens 300 Euro. Das hei√üt, bis zu der H√∂he von 300 Euro bleibt das Elterngeld bei den oben aufgef√ľhrten Leistungen anrechnungsfrei.

Bei anderen Sozialleistungen, z. B. Wohngeld und BAf√∂G, ist  das Elterngeld bis zum Mindestbetrag von 300 Euro anrechnungsfrei, unabh√§ngig davon, ob die Elterngeldberechtigten vor der Geburt erwerbst√§tig waren.

Familien mit mehr als einem Kind können einen Geschwisterbonus erhalten. Dieser beträgt 10 Prozent des zustehenden Elterngeldes, mindestens jedoch 75 Euro monatlich. Der Geschwisterbonus steht zu, wenn insgesamt zwei Kinder, die das 3. Lebensjahr, oder insgesamt drei Kinder, die das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, mit im Haushalt der berechtigten Person leben.

Das Elterngeld kann bei gleichem Gesamtbudget auch auf den doppelten Zeitraum (bis zu 28 Monaten) gestreckt werden. Dann werden die halben Monatsbeiträge gezahlt.

Der Elterngeldantrag wird schriftlich gestellt. Zust√§ndig sind die Stellen, die bislang f√ľr das Erziehungsgeld zust√§ndig waren. Es ist empfehlenswert, den Antrag rechtzeitig nach der Geburt des Kindes zu stellen, denn das Elterngeld wird h√∂chstens bis zu drei Monate r√ľckwirkend gezahlt.



F√ľr den Antrag werden folgende Unterlagen ben√∂tigt               

  • Geburtsurkunde
  • Nachweise zum Erwerbseinkommen vor der Geburt
  • Arbeitszeitbest√§tigung durch den Arbeitgeber bei Teilzeitarbeit im Bezugszeitraum bzw. Erkl√§rung √ľber die Arbeitszeit bei selbstst√§ndiger Arbeit
  • Bescheinigung der Krankenkasse √ľber das Mutterschaftsgeld
  • Bescheinigung √ľber den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld

 

Fragen und Antworten  zum Elterngeld und einen Elterngeldrechner, mit dem Sie die H√∂he Ihres zustehenden Elterngeldes  berechnen k√∂nnen, findet Sie auf den unten angegebenen Internetseiten:

 

Eltern mit Erstwohnsitz in der Stadt Kassel und im Landkreis Kassel richten ihren Elterngeldantrag an:
Hessisches Amt f√ľr Versorgung und Soziales Kassel
Telefon
++49 561 20 99-0
E-Mail info((at))havs-kas.hessen.de
Sprechzeiten Mo.-Do. 8-15 Uhr, Fr. 8-12 Uhr
Adresse Frankfurter Straße 84a, 34121 Kassel