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24.11.2016

Studieren mit Beeinträchtigung - bundesweite Befragung beginnt

Logo Studierendenbefragung best2

Diese Woche startet die zweite Auflage der bundesweiten Online-Studierenden-Befragung ‚Äěbeeintr√§chtigt studieren‚Äú (‚Äěbest2‚Äú) des Deutschen Studentenwerks (DSW) und des Deutschen Zentrums f√ľr Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW). Die erste dieser Befragungen fand im Sommer 2011 statt; damals beteiligten sich rund 15.000 betroffene Studierende. ‚Äěbest2‚Äú wird wie die Vorg√§ngerstudie vom Bundesministerium f√ľr Bildung und Forschung (BMBF) gef√∂rdert.

Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten an mehr als 150 Hochschulen haben jetzt zehn Wochen Zeit, Auskunft zu geben: Welche Herausforderungen m√ľssen sie bew√§ltigen? Wie gut greifen die Nachteilsausgleiche? Welche Unterst√ľtzungsangebote sind hilfreich? Welche Rolle spielen Lehrende sowie Kommilitoninnen und Kommilitonen?

Nach den Ergebnissen der 20. Sozialerhebung haben rund sieben Prozent der Studierenden eine Beeintr√§chtigung, die sich studienerschwerend auswirkt. Deshalb werden seit dieser Woche mehr als 700.000 Studierende ‚Äď mit und ohne Beeintr√§chtigung ‚Äď von ihren Hochschulen per E-Mail angeschrieben. Wer keine studienerschwerende Beeintr√§chtigung hat, kann die Anfrage ignorieren. Wer als Studentin oder Student eine chronisch-somatische Krankheit, eine psychische Erkrankung, eine Sinnes- oder k√∂rperliche Beeintr√§chtigung, eine Teilleistungsst√∂rung wie Legasthenie oder eine andere Beeintr√§chtigung hat, wird eingeladen, an der Befragung teilzunehmen.

Die Ergebnisse der Datenerhebung ‚Äěbest2‚Äú werden im Fr√ľhjahr 2018 ver√∂ffentlicht.

‚ÄěStudierende mit gesundheitlichen Beeintr√§chtigungen m√ľssen in besonderer Weise bedacht und unterst√ľtzt werden‚Äú, sagt Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. ‚ÄěDazu bedarf es einer soliden Datenbasis, auf die die Hochschulen und die Politik gleicherma√üen angewiesen sind. Wir m√ľssen die Lebenssituation von Studierenden mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten besser verstehen, deshalb f√∂rdert das BMBF auch diese zweite Befragung.‚Äú

Der Pr√§sident des Deutschen Studentenwerks, Dieter Timmermann, l√§dt Studierende mit Beeintr√§chtigungen ein, sich an ‚Äúbest2‚Äú zu beteiligen: ‚ÄěIndem Sie an der Befragung teilnehmen, liefern Sie die Grundlage f√ľr unsere politische Lobbyarbeit im Interesse aller Studierenden mit Behinderungen und chronischen Krankheiten. Sie helfen, Ihre individuelle Situation und auch jene Ihrer Mitstudierenden zu verbessern. Machen Sie mit!‚Äú

Monika Jungbauer-Gans, wissenschaftliche Gesch√§ftsf√ľhrerin des DZHW begr√ľ√üt die Studierendenbefragung best2: ‚ÄěSind unsere Hochschulen barrierefrei? Wer k√∂nnte besser dazu Auskunft geben, als die Studierenden selbst? Ich hoffe, dass viele Studierende mit sichtbaren und nicht-sichtbaren Beeintr√§chtigungen die Chance nutzen, um ihre Erfahrungen mit Studium und Hochschule weiterzugeben. Denn Hochschulen und Politik brauchen aktuelle Daten, um eingeleitete Ma√ünahmen zu √ľberpr√ľfen und neue Handlungsfelder zu erkennen.‚Äú

 

Mehr Informationen:

www.best-umfrage.de

https://www.bmbf.de/de/die-sozialerhebung-des-deutschen-studentenwerks-1035.html