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03.12.2013

Staatliche Unterst√ľtzung f√ľr die Studentenwerke weiter r√ľckl√§ufig

Das Deutsche Studentenwerk (DSW), Verband der 58 Studentenwerke in Deutschland, beklagt, dass die staatliche Unterst√ľtzung der Studentenwerke durch die Bundesl√§nder weiter sinkt. ‚ÄěWir m√ľssen feststellen, dass die L√§nder im Durchschnitt ihre Mittel f√ľr die Studentenwerke weiter zur√ľckfahren‚Äú, kritisiert DSW-Generalsekret√§r Achim Meyer auf der Heyde.

Nach DSW-Angaben tragen die L√§nder mit ihren Zusch√ľssen oder Finanzhilfen inzwischen mit weniger als 10% zu den Einnahmen der Studentenwerke bei. Anfang der 1990er Jahre lag der staatliche Finanzierungsanteil noch bei fast einem Viertel, hei√üt es in der DSW-Publikation ‚ÄěStudentenwerke im Zahlenspiegel 2012/2013‚Äú.

Die Gesamteinnahmen der Studentenwerke betrugen im Jahr 2012 rund 1,49 Milliarden Euro. Das Gros davon, n√§mlich rund zwei Drittel, erwirtschafteten die Studentenwerke selbst, vor allem √ľber Umsatzerl√∂se aus den Wohnheimen und der Hochschulgastronomie.

Die Studierenden m√ľssen mit ihren Semesterbeitr√§gen die reduzierten Landeszusch√ľsse seit Jahren substituieren. Inzwischen machen die Semesterbeitrage der Studierenden mehr als 16% an den Gesamteinnahmen der Studentenwerke aus.

Meyer auf der Heyde differenziert: ‚ÄěEinige L√§nder, wie Nordrhein-Westfalen oder Baden-W√ľrttemberg, haben ihre Zusch√ľsse an die Studentenwerke in den vergangenen Jahren erh√∂ht. Das begr√ľ√üen wir ausdr√ľcklich. Andere hingegen, wie das Saarland, haben quasi √ľber Nacht die finanzielle Unterst√ľtzung halbiert. Sachsen-Anhalt plant noch radikalere Schritte. Das ist das Gegenteil einer sozial verantwortlichen Hochschul- und Bildungspolitik.‚Äú

‚ÄěDie Studentenwerke haben von den Bundesl√§ndern den gesetzlichen, sozialen Auftrag, im Rahmen der √∂ffentlichen Daseinsvorsorge alle Studierenden an allen Standorten zu f√∂rdern‚Äú, erl√§utert Meyer auf der Heyde. ‚ÄěF√ľr diese √∂ffentliche Aufgabe m√ľssen sie auch die n√∂tige staatliche Unterst√ľtzung erhalten.‚Äú

‚ÄěEs gibt auch eine F√ľrsorgepflicht des Staates gegen√ľber Landesanstalten des √∂ffentlichen Rechts, und das sind die Studentenwerke. Wer bei ihnen spart, belastet die Studierenden‚Äú, so Meyer auf der Heyde.

 

Die DSW-Brosch√ľre ‚ÄěStudentenwerke im Zahlenspiegel 2012/2013‚Äú zum Download (112 Seiten):

http://www.studentenwerke.de/pdf/Zahlenspiegel_2012_2013.pdf