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22.03.2018

DSW-Journal: Internationalisierung im Realitätscheck

Deutschland ist das f√ľnftbeliebteste Studienland f√ľr mobile Studierende weltweit; die von der Politik f√ľr das Jahr 2020 gesetzte Zielmarke von 350.000 ausl√§ndischen Studierenden ist bereits heute erreicht ‚Äď ein klarer Internationalisierungserfolg, also alles gut? Wer kommt an deutsche Hochschulen, und wie ergeht es ausl√§ndischen Studierenden hier in Zeiten von Fremdenfeindlichkeit und Rechtspopulismus? Das vom Deutschen Studentenwerk (DSW) herausgegebene "DSW-Journal", Ausgabe 1/2018, unterzieht die Internationalisierung dem Realit√§tscheck.

F√ľr die neue Ausgabe des hochschulpolitischen Magazins des Deutschen Studentenwerks, Verband der Studenten- und Studierendenwerke, zeigt Christine Pru√üky die Wirklichkeit hinter dem Schlagwort Internationalisierung. Sie recherchierte bei Wissenschaftsorganisa¬≠tionen, der Politik, sprach mit Hochschulrektoren und ausl√§ndischen Studierenden selbst.

Beispiel Universit√§t Magdeburg: 1.200 ausl√§ndische Studierende aus 106 L√§ndern studieren dort, 500 von ihnen kommen aus Indien. Der Verein ‚ÄěMagdeburg Indians‚Äú betreut sie. Uni-Rektor Prof. Dr. Jens Strackeljan bekennt sich klar zur Internationalisierung. Die Schattenseite seines Engagements: Anfang des Jahres 2017 erhielt er Morddrohungen, sein Auto wurde manipuliert, er und seine Familie stehen unter Staatsschutz.

Ein krasser Einzelfall, wie die Analyse ansonsten zeigt. Grunds√§tzlich sehen sich Wissenschaft, Hochschulen und Austauschorganisationen bei der Internationalisierung auf ‚Äěeinem guten Weg‚Äú. Heidrun Tempel vom Ausw√§rtigen Amt sagt, Hochschulen seien nach wie vor interkulturelle, sichere Orte.

Allerdings wird der Ruf nach einer Integrationsstrategie f√ľr die 360.000 ausl√§ndischen Studierenden immer lauter. Prof. Dr. Magret Wintermantel, die Pr√§sidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), fordert mit Nachdruck: ‚ÄěWir brauchen dringend eine deutschlandweite Strategie zur Integration, Betreuung und Ausbildung ausl√§ndischer Studierender.‚Äú

Und Prof. Dr. Horst Hippler, der Pr√§sident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) mahnt, man d√ľrfe die Internationalisierung nicht allein nach schieren Zahlen bewerten. Viel wichtiger w√§re laut Hippler, dass ‚Äědie Hochschulen die Talente gewinnen, die sie suchen.‚Äú Daf√ľr w√ľrden ‚Äěkluge Auswahlmechanismen, Studieneingangskonzepte und Betreuungs-programme‚Äú ben√∂tigt.

‚ÄěInternationalisierung im Realit√§tscheck‚Äú: Titelgeschichte DSW-Journal 1/2018 auf den Seiten 14 bis 21 dieses Downloads:

www.studentenwerke.de/sites/default/files/dsw-journal_1-2018.pdf