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Warum sich ein BAföG-Antrag lohnen kann

Wenn Sie studieren wollen, Ihnen jedoch das Geld fĂŒr Ihren Lebensunterhalt und die Ausbildung fehlt, dann löst das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) möglicherweise dieses Problem fĂŒr Sie. Sie finden hier eine Reihe von Informationen sowie Hinweise auf weitere nĂŒtzliche Websites. Dabei geht aber nichts ĂŒber das persönliche GesprĂ€ch mit den BAföG-Beraterinnen und -Beratern. Sie kennen sich aus, beantworten Ihre Fragen und helfen Ihnen gerne.

Die populĂ€rsten IrrtĂŒmer in Sachen BAföG erklĂ€ren, warum es sich lohnen kann, einen Antrag zu stellen:

 

  • »Meine Eltern verdienen zu viel!«

Das denken viele - und irren sich oft. Denn wie hoch das elterliche Einkommen, das fĂŒr den BAföG-Antrag zugrunde gelegt wird, tatsĂ€chlich ist, muss erst berechnet werden. Es gibt einige Faktoren, die die sich darauf auswirken. Etwa die Zahl der Geschwister. Ob das Einkommen der Eltern wirklich zu hoch ist, wissen Sie tatsĂ€chlich erst, wenn Ihr BAföG-Antrag gestellt und bearbeitet wurde.

 

  • »Die paar Euro lohnen sich doch kaum!«

Wenn 452 Euro im Monat fĂŒr Sie nur ein paar Euro sind - bitte. Das ist nĂ€mlich der durchschnittliche Förderbetrag zurzeit beim BAföG. Aber auch wenn's weniger gibt, heißt es: Haben oder nicht haben. Um so weniger kostbare Zeit geht fĂŒrs Jobben drauf ...

 

  • »Ich hab aber einen Job, und den will ich auch behalten!«

Das können Sie auch. BAföG-EmpfĂ€ngerInnen dĂŒrfen bis zu 5.400 Euro brutto im Bewilligungszeitraum (12 Monate) verdienen, ohne dass das zu AbzĂŒgen beim BAföG fĂŒhrt. Verdienen Sie 6.100 Euro, bekommen Sie monatlich gerade 85 Euro BAföG weniger ...

 

  • »Ich hab  bestimmt zu viel gespart!«

Der Freibetrag vom Vermögen ist mit 7.500 Euro festgesetzt. Nur was darĂŒber liegt, wird (verteilt auf den Bewilligungszeitraum, in der Regel 12 Monate) aufs BAföG angerechnet.

 

  • »Meine Leistungen sind bestimmt nicht gut genug!«

GrundsĂ€tzlich ist ein Leistungsnachweis ab dem 5. Fachsemester erforderlich, der bescheinigt, dass Sie die bis dahin â€žĂŒblichen“ Leistungen erbracht haben.

 

  • »Aber die ganzen Schulden!«

Erstens: ZurĂŒckgezahlt werden muss nur die HĂ€lfte (und zwar als zinsloses Darlehen), die andere HĂ€lfte gibt's geschenkt! Zweitens: Beim BAföG sind die Schulden auf maximal 10.000 Euro begrenzt!

 

  • »FĂŒr meinen Master bekomme ich sowieso keine Förderung mehr!«

Das ist falsch. GrundsĂ€tzlich kann ein Masterstudiengang gefördert werden, wenn er auf einem Bachelorstudiengang aufbaut und außer dem Bachelorstudiengang noch kein Studiengang abgeschlossen wurde. Wenn Sie vor dem Master einen gestuften Diplomstudiengang an der Uni Kassel absolviert haben, ist nach einem Diplom I unter bestimmten Voraussetzungen auch eine Förderung des darauf aufbauenden Masterstudiengangs möglich - bei Verleihung des Diplom-II-Grades.

Die Altersgrenze fĂŒr die Förderung von MasterstudiengĂ€ngen liegt bei 35 Jahren. Entscheidend ist der Beginn des Masterstudiengangs.

 

  • »Die Förderdauer ist zu kurz!«

FĂŒr manche ist sie zu kurz. Aber die Förderdauer richtet sich nach der Regelstudienzeit. Und wenn's danach tatsĂ€chlich eng werden sollte, gibt's ja unter UmstĂ€nden die  »Studienabschlusshilfe«. Die gibt allen BAföG-Berechtigten auch nach einer Unterbrechung der Förderung von bis zu 4 Semestern die Möglichkeit, das Studium mit Hilfe des BAföG abzuschließen, wenn auch nur (wie bisher) als verzinsliches Bankdarlehen. Obendrein gibt es in bestimmten AusnahmefĂ€llen auch die Möglichkeit, die Förderdauer zu verlĂ€ngern.

 

  • »Ich hĂ€tte doch viel frĂŒher BAföG beantragen mĂŒssen!«

Sollen schon. Aber nicht mĂŒssen. FĂŒr einen BAföG-Antrag ist es (fast) nie zu spĂ€t. Egal ob im 1. oder 5. Semester, egal ob zu Semesterbeginn oder mitten drin ...

 

  • »Aber diese schrecklichen Formulare ...!«

Stimmt schon. Aber dafĂŒr gibt es ja schließlich die freundlichen Beraterinnen und Berater beim Studentenwerk. Die beantworten Ihre Fragen zum AusfĂŒllen des Antrags gern.

 

 

Lassen Sie sich dazu beraten.