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14.05.2014

Neue KMK-Prognose: Mehr preisg√ľnstiger, staatlich gef√∂rderter Wohnraum f√ľr Studierende dringend n√∂tig

Angesichts der aktuellen Prognose der Kultusministerkonferenz, die nun bis zum Jahr 2025 von einer kontinuierlich hohen Zahl von Studienanf√§ngerinnen und -anf√§ngern ausgeht, sieht das Deutsche Studentenwerk (DSW) Bund und L√§nder umso mehr in der Pflicht, analog zum Ausbau der Studienpl√§tze √ľber die Hochschulpakte rasch ein gemeinsames Zuschussf√∂rderprogramm f√ľr zus√§tzlichen, preisg√ľnstigen und bezahlbaren Wohnraum f√ľr Studierende aufzulegen. Diese Forderung erhebt der Verband seit l√§ngerem.

 

DSW-Generalsekret√§r Achim Meyer auf der Heyde erkl√§rt: ‚ÄěDie Studierendenzahl ist hoch, und sie bleibt hoch. Wir ben√∂tigen dringend zus√§tzliche, preisg√ľnstige und bezahlbare, staatlich gef√∂rderte Wohnheimpl√§tze. Es kann nicht sein, dass bis in die 2020er-Jahre hinein gerade Erstsemester in vielen Hochschulst√§dten keine bezahlbare Bleibe finden.‚Äú

 

‚ÄěSo dringend, wie die Hochschulen auf staatliche Unterst√ľtzung √ľber ausreichend finanzierte Hochschulpakte angewiesen sind, so dringend ben√∂tigen die Studentenwerke staatliche Unterst√ľtzung, um mehr preisg√ľnstigen und bezahlbaren Wohnraum f√ľr Studierende schaffen zu k√∂nnen‚Äú, so Meyer auf der Heyde.

 

Er w√ľrdigt die Bem√ľhungen einiger L√§nder, durch eigene Programme zus√§tzlichen Studentenwohnraum zu schaffen. Die F√∂rderkonditionen und das Finanzvolumen seien jedoch je nach Bundesland sehr unterschiedlich. Daher brauche es wie beim Hochschulpakt eine Bundesf√∂rderung, fordert Meyer auf der Heyde.

 

Er appelliert an die Bundesregierung, auf die L√§nder zuzugehen: ‚ÄěWo ein politischer Wille ist, da ist auch im Bildungsf√∂deralismus ein Weg. Auch in den 1970er und in den 1990er Jahren gab es Bund-L√§nder-Programme f√ľr den Wohnheimbau. Nur mit staatlicher Zuschussf√∂rderung k√∂nnen die Studentenwerke bei Neubauten preisg√ľnstige und bezahlbare Mieten f√ľr Studierende realisieren.‚Äú Die Studierenden br√§uchten keine Zust√§ndigkeits¬≠debatten, sondern mehr bezahlbaren Wohnraum.

 

Die Kultusministerkonferenz hatte am 8. Mai 2014 ihre j√ľngste Prognose zur Entwicklung der Studienanf√§ngerinnen und -anf√§nger vorgestellt. Danach werden bis zum Jahr 2019 rund 500.000 Erstsemester j√§hrlich erwartet. Bis zum Jahr 2025 soll deren Zahl nur leicht auf 465.000 zur√ľckgehen.

 

Gerade Studienanfängerinnen und -anfänger bevorzugen laut DSW das Wohnheim, genauso wie ausländische Studierende und Studierende mit kleinem Geldbeutel.

 

Die Studentenwerke bieten bundesweit rund 185.000 Pl√§tze in mehr als 1.000 Wohnheimen. Die durchschnittliche Warmmiete in einem Studentenwerks-Wohnheim betr√§gt, einschlie√ülich aller Nebenkosten, 214 Euro im Monat. F√ľr die Miete ist beim BAf√∂G derzeit eine Pauschale von 224 Euro im Monat vorgesehen.

 

Rund die H√§lfte der Studierenden, die im Wohnheim leben, hat weniger als den derzeitigen BAf√∂G-H√∂chstsatz von 670 Euro im Monat als Einnahmen zur Verf√ľgung.