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10.12.2014

Deutsches Studentenwerk: Auslandsmobilität auch eine Frage von Geld und sozialer Herkunft

Das Statistische Bundesamt hat neue Zahlen zur Auslandsmobilit√§t deutscher Studierender ver√∂ffentlicht. Demnach waren im Jahr 2012 138.500 deutsche Studierende an ausl√§ndischen Hochschulen eingeschrieben. Dass die Auslandsmobilit√§t von Studierenden von ihrer Bildungsherkunft abh√§ngig ist, best√§tigt die 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes, die 2012 durchgef√ľhrt wurde.

So verbringen Studierende aus Akademiker-Familien fast doppelt so häufig einen Teil ihres Studiums im Ausland wie Studierende aus Familien ohne akademische Tradition. Als wichtigster Grund, warum Studierende von einem Auslandsaufenthalt absehen, wurde die finanzielle Mehrbelastung genannt.

Die 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks ergab, dass der Anteil der auslandsmobilen Studierenden seit Anfang der 2000er Jahre bei 30 Prozent stagniert. Auch 2012 lag der Anteil der Studierenden mit ‚Äěstudienbezogenem Auslandsaufenthalt‚Äú (Studium, Praktikum, Sprachkurs) bei 30 Prozent.

Allerdings gehen Studierende in höheren Semestern, etwa Master-Studierende, mit einem Anteil von 37% deutlich häufiger ins Ausland als Studierende bis zum achten Semester, wie Bachelor-Studierende. Von ihnen sind nur 21 Prozent auslandsmobil.

‚ÄěDas ist ein Problem, soll doch der Bachelor als voll berufsqualifizierender Abschluss auch Mobilit√§tskomponenten vorweisen‚Äú, sagt Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekret√§r des Deutschen Studentenwerks. Die staatlichen Finanzierungsinstrumente m√ľssten verbessert werden.

Die 20. Sozialerhebung online:

http://www.studentenwerke.de/de/content/sozialerhebung-des-deutschen-studentenwerks

Die Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts:

https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2014/12/PD14_430_217.html