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13.01.2014

Ausl√§ndische Studierende: F√ľr viele ist Deutschland erste Wahl

Deutschland ist f√ľr ausl√§ndische Studentinnen und Studenten attraktiver geworden. Das geht aus dem Bericht ‚ÄěAusl√§ndische Studierende in Deutschland 2012‚Äú hervor, die das Bundesministerium f√ľr Bildung und Forschung (BMBF), das Deutsche Studentenwerk (DSW) und das Deutsche Zentrum f√ľr Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) jetzt ver√∂ffentlichten. Im Sommersemester 2012 wurden Studierende befragt, die aus dem Ausland zum Studium nach Deutschland gekommen sind (so genannte Bildungsausl√§nder). Die Studie wurde vom BMBF gef√∂rdert und vom DZHW wissenschaftlich durchgef√ľhrt.

Im Vergleich zur vorherigen Erhebung vor drei Jahren sagen dieses Mal 61 Prozent der Studierenden, Deutschland sei ihre erste Wahl gewesen (2009: 47 Prozent). Deutlich verbessert hat sich auch die Anerkennungspraxis: 2012 wurden 75 Prozent der ausl√§ndischen Hochschulabschl√ľsse anerkannt, 2009 waren es noch 60 Prozent. Auff√§llig und ermutigend ist, dass die ausl√§ndischen Studierenden die Unterst√ľtzungsangebote deutlich h√∂her wertsch√§tzen. Am st√§rksten gestiegen ist der Anteil der Zufriedenen bei den Informationen zum Aufenthaltsrecht (2009: 17 Prozent, 2012: 59 Prozent), den Informationen zur Finanzierung (2009: 26 Prozent, 2012: 56 Prozent) und bei der Hilfe im Umgang mit Beh√∂rden (2009: 43 Prozent, 2012: 70 Prozent).

Der Bericht gibt auch einen √úberblick √ľber die wirtschaftliche und soziale Lage ausl√§ndischer Studierender. Danach sind ihre wichtigsten Finanzierungsquellen die Unterst√ľtzung der Eltern (53 Prozent), die eigene Erwerbst√§tigkeit (52 Prozent) und Stipendien (23 Prozent). Auch wenn die finanzielle Situation sich je nach Herkunftsland unterscheidet, verf√ľgen ausl√§ndische ledige Studierende in Bachelor-, Master und traditionellen Studieng√§ngen durchschnittlich √ľber monatliche Einnahmen in H√∂he von 749 Euro. Zum Vergleich: Einheimischen Studierenden stehen im Schnitt 864 Euro monatlich zur Verf√ľgung.

Als Schwierigkeiten nennen ausl√§ndische Studierende, wie auch in den vorherigen Erhebungen, die Wohnungssuche, gefolgt von mangelndem Kontakt zu deutschen Studierenden, Orientierung im Studiensystem und Finanzierung des Studiums. Das Wohnen in einem Studentenwohnheim bleibt f√ľr ausl√§ndische Studierende die mit Abstand beliebteste Wohnform - 37 Prozent leben w√§hrend ihres Studiums in Deutschland im Wohnheim, auch unter Integrationsaspekten. ‚ÄěDas zeigt, wie wichtig Unterbringungs-, Betreuungs- und Beratungsangebote der Studentenwerke f√ľr internationale Studierende auch in Zukunft sein werden. Deshalb sind alle politisch Verantwortlichen gefordert, die Studentenwerke vor Ort dabei finanziell zu unterst√ľtzen‚Äú, sagte DSW-Pr√§sident Dieter Timmermann.

Bei den Herkunftsl√§ndern liegt China vorne, gefolgt von Russland, √Ėsterreich, Bulgarien, Polen, der T√ľrkei und der Ukraine. Indien folgt direkt dahinter, erstmals hat auch Brasilien den Sprung unter die ersten 20 geschafft. Nach den Zahlen des Berichts ‚ÄěWissenschaft weltoffen‚Äú ist die Zahl der Studierenden, die aus dem Ausland zum Studium nach Deutschland gekommen sind, von 180.222 im Jahr 2009 auf 192.853 im Jahr 2012 gestiegen.

 

Die Studie ‚ÄěAusl√§ndische Studierende in Deutschland 2012‚Äú zum Download (90 Seiten):

www.studentenwerke.de

www.wissenschaft-weltoffen.de

www.BMBF.de 

www.sozialerhebung.de

www.dzhw.eu