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14.10.2016

Mehr Geld f√ľr soziale Infrastruktur - Hessische Landesregierung stockt Zuschuss f√ľr Studentenwerke auf

F√ľr das Jahr 2017 k√∂nnen die Studentenwerke in Frankfurt, Gie√üen, Kassel und Marburg sowie das Studierendenwerk Darmstadt mit gut 21 Millionen Euro aus Landesmitteln kalkulieren. Die Hessische Landesregierung stellt zus√§tzliche 1,2 Millionen Euro in den Haushalt des kommenden Jahres ein. Geld, das dringend gebraucht wird, so Christina Walz, die Sprecherin der hessischen Studentenwerke, denn anhaltend hohe Studierendenzahlen f√ľhrten zu erheblichen Kostensteigerungen: ‚ÄěDamit erkennt die Landesregierung an, dass unsere Arbeit eine verl√§ssliche Finanzierung braucht. F√ľr die jetzt vorgesehene Aufstockung der Mittel danken die hessischen Studentenwerke Staatsminister Rhein und der Regierungskoalition ausdr√ľcklich.‚Äú

Gerade angesichts der Tatsache, dass Studierende unter zunehmend hohem Zeit- und Leistungsdruck stehen und vermehrt √ľber studienbedingten Stress klagen, komme es darauf, die Arbeit der Studentenwerke dauerhaft abzusichern: ‚ÄěWir m√ľssen mitwachsen, um die passende soziale Infrastruktur bereitstellen zu k√∂nnen‚Äú, bekr√§ftigt Walz. Die Rechnung sei einfach, sagt sie: Je mehr das Land seine Studentenwerke f√∂rdere, desto mehr k√∂nnten diese f√ľr die Studierenden tun.

Neben den Mensen und Cafeterien sind es vor allem die Antragsbearbeitung f√ľr das BAf√∂G und die Beratungsdienste, die unmittelbar von den Zusch√ľssen der Landesregierung abh√§ngen. Dies sei gut angelegtes Geld betont Walz, denn ‚Äěeine solide soziale Infrastruktur ist Grundvoraussetzung f√ľr den Studienerfolg‚Äú.

Mit preiswertem Wohnraum, gesundem Mensaessen, Kinderbetreuung und bedarfsgerechten Beratungs- und Studienfinanzierungsangeboten tragen Studentenwerke erheblich zur Entlastung der Studierenden bei. Daf√ľr m√ľssen sie ihre Leistungen proportional zum Anstieg der Studierendenzahlen ausbauen und gleichzeitig auf ver√§nderte Studienbedingungen reagieren k√∂nnen - etwa durch den elektronischen BAf√∂G-Antrag und durch √Ėffnungszeiten auch an Wochenenden.

Derzeit finanzieren die Studentenwerke sich vor allem selbst: Mit 60 Prozent aus eigenen Erl√∂sen, vor allem aus Ums√§tzen in Mensen und Cafeterien sowie Wohnheimmieten, und zu weiteren 26 Prozent aus den Sozialbeitr√§gen der Studierenden. Die zus√§tzlichen 1,2 Millionen des Landes sind hier hochwillkommen und hoffentlich zugleich ein Signal f√ľr eine gesicherte Zukunft.