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11.05.2018

Hier ist Gr√ľn mehr als eine Farbe ‚Äď Nachhaltiges Studentenwohnheim Weserstra√üe eingeweiht


Apartment im Wohnheim


Eingangsbereich


Insektenhotel im Außenbereich


Ohrenkneiferpension im Außenbereich


Schon von weitem signalisieren leuchtend gr√ľne Streifen an der Fassade des Hochhauses an der Weserstra√üe 28, dass sich hier etwas ver√§ndert hat: Das Wohnheim des Studentenwerks wurde umfassend energetisch saniert und bietet jetzt modernen, energiefreundlichen Wohnkomfort f√ľr 72 Studentinnen und Studenten.

Gl√ľckw√ľnsche zur heutigen Einweihung √ľberbringt der Staatssekret√§r im Hessischen Ministerium f√ľr Wissenschaft und Kunst, Patrick Burghardt. Er best√§tigt: ‚ÄěMit der vorbildlichen Sanierung des Studierendenwohnheims in der Weserstra√üe durch das Studentenwerk Kassel hat sich die Wohnqualit√§t f√ľr die 72 Studierenden erheblich verbessert. Ich bin dankbar f√ľr das Engagement aller Beteiligten. Das Land Hessen f√∂rdert die Ma√ünahme mit 100.000 Euro f√ľr die Herstellung der Au√üenanlage. Mit dem Landesf√∂rderprogramm ‚ÄöStudentisches Wohnen‚Äė stellen wir als Land Hessen insgesamt 15 Millionen Euro Zuschussmittel sowie 75 Millionen Euro in Form von zinsg√ľnstigen Darlehen zu attraktiven Bedingungen bereit, um die Finanzierung von Investitionen in studentischen Wohnraum zu erleichtern.‚Äú

Dass Wohnqualit√§t und Studienerfolg eng miteinander zu tun haben, steht f√ľr Kassels B√ľrgermeisterin Ilona Friedrich au√üer Frage: ‚ÄěUm in einer Stadt zu Hause zu sein und gute Ergebnisse beim Studium zu erzielen, ist es unabdingbar, sich in seiner Umgebung wohlzuf√ľhlen: Moderne, energieeffiziente Wohnungen, wie sie nun im Studentenwohnheim in der Weserstra√üe entstanden sind, tragen dazu wesentlich bei.‚Äú

‚ÄěIch freue mich sehr, dass das Wohnheim in der Weserstra√üe nach der Sanierung ein Aush√§ngeschild des √∂kologischen und energieeffizienten Wohnens wird‚Äú, sagt Dr. Oliver Fromm, Kanzler der Universit√§t Kassel, ‚Äěf√ľr Studierende ist auch guter und bezahlbarer Wohnraum in Uni-N√§he ein wichtiges Kriterium, wenn es darum geht, sich f√ľr ein Studium an der Universit√§t Kassel zu entscheiden. Dass wir uns an der Universit√§t und im Studentenwerk dabei gemeinsam f√ľr die Ziele der Nachhaltigkeit einsetzen, ist besonders erfreulich. Dem Land Hessen danke ich f√ľr sein finanzielles Engagement.‚Äú

Auch Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, Pr√§sident des Deutschen Studentenwerks und bis 2015 Pr√§sident der Universit√§t Kassel, ist gekommen, um sich das sanierte Wohnheim anzusehen. Christina Walz, Gesch√§ftsf√ľhrerin des Studentenwerks Kassel, wei√ü sich mit ihm darin einig, dass Studierende nicht nur ein Dach √ľber dem Kopf, sondern eine wirkliche Heimat auf Zeit brauchen. Dazu geh√∂ren bezahlbare, faire Preise ebenso wie eine bedarfsgerechte Ausstattung. Das alles finden die Studierenden im Wohnheim Weserstra√üe.

Gebaut als Junggesellenwohnheim

Gebaut wurde das Haus zur Zeit des Wirtschaftsaufschwungs Ende der F√ľnfzigerjahre als so genanntes Junggesellenwohnheim. Ledige Arbeiter sollten hier ebenso praktisch wie behaglich wohnen k√∂nnen. ‚ÄěUnd das gelang nachhaltig hervorragend‚Äú, best√§tigt Christina Walz, ‚Äědie Grundrisse der Apartments erweisen sich heute noch als bestens geeignet f√ľr Studierende.‚Äú Weitsichtige Architektur, die nach der Sanierung nun auch zeitgem√§√üe Energieeffizienz erm√∂glicht.

Energetische Sanierung

Die Bewohnerinnen und Bewohner k√∂nnen dank der neuen Fassadend√§mmung gem√§√ü KfW-70-Standard mit niedrigen Heizkosten f√ľr ihre Einzelapartments rechnen. Von M√§rz bis Oktober vergangenen Jahres wurde das Geb√§ude daf√ľr entkernt und umgebaut. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 3,1 Millionen Euro, die das Studentenwerk Kassel komplett aus Eigenmitteln und Darlehen bestreitet. 1,25 Millionen Euro stammen aus einem zinsg√ľnstigen Darlehen, das die Kreditanstalt f√ľr Wiederaufbau (KfW) f√ľr √∂kologische Bauma√ünahmen bewilligte. Das Land Hessen bezuschusste die Gestaltung der Au√üenanlagen mit 100.000 Euro.

Energiespar-Wettbewerb der Bewohnerinnen und Bewohner

Energie sparen k√∂nnen die Studierenden in ihrem Wohnheim auch aktiv. Auf einem Monitor im Eingangsbereich werden die Energieverbr√§uche tagesaktuell wiedergegeben und dienen als Basis f√ľr einen Wettbewerb: Einmal pro Monat werden jene Mieterinnen und Mieter Mensagutscheinen belohnt, auf deren Etage am wenigsten Energie verbraucht wurde.

Nachhaltig auch f√ľr Insekten, Flederm√§use und V√∂gel

Das gr√ľne Denken setzt sich fort im Au√üenbereich: Direkt neben der vierspurigen Weserstra√üe im dicht bebauten Stadtteil Wesertor sorgen k√ľnftig Wildblumenzonen, Insektenhotels sowie Fledermaus- und Vogelnistk√§sten am Wohnheim daf√ľr, dass Natur nicht weiter verdr√§ngt wird. Eine √∂kologische Intervention, die sicher auch im Sinne Joseph Beuys‚Äė gewesen w√§re, von dessen Kunstwerk 7000 Eichen gleich mehrere B√§ume auf dem 2.500 m¬≤ gro√üen Grundst√ľck stehen.